Wir schalten Kraftwerke ab, reden über digitale Souveränität und wundern uns dann, wenn Rechenzentren gesicherte Leistung brauchen. Genau darin liegt ein Grundproblem der deutschen Infrastrukturdebatte.
Natürlich müssen Anwohnerinteressen, Emissionen und Eingriffe in die Umwelt ernst genommen werden. Aber Rechenzentren, Stromleitungen und Kraftwerke haben die unangenehme Eigenschaft, tatsächlich irgendwo stehen zu müssen.
Wer Digitalisierung, Verteidigungsfähigkeit und technologische Unabhängigkeit will, muss irgendwann auch die physische Infrastruktur akzeptieren, die dafür notwendig ist. Sonst kaufen wir unsere Souveränität am Ende teuer im Ausland ein.